DO IT LIKE AISLING – MIT BRAVOUR UND OHNE „OMG“ DURCH DIE KRISE!

Keine Sorge, das wird nicht einfach noch ein Beitrag, in dem es um Corona geht. Obwohl er mit Sicherheit auch darauf angewendet werden kann. Denn in „OMG, diese Aisling! – Back to the roots!“ hat Aisling ebenfalls Krisen zu bewältigen, die sie alle sehr unerwartet treffen. Und ich persönlich konnte aus ihren Reaktionen und Handlungen einiges für mich mitnehmen.

Nachdem „OMG, diese Aisling!“, der erste Teil der Aisling-Reihe, mich nicht nur komplett begeistern konnte, sondern erschreckend gut zu meiner damaligen Lebenssituation gepasst hat, hätte ich nicht gedacht, dass Band 2 das noch toppen kann. Allerdings hat „OMG, diese Aisling! – Back to the Roots“ genau das geschafft. Es hat mich noch mehr begeistert als der Vorgänger und noch dazu hat er ebenfalls wieder perfekt zu meiner aktuellen Situation gepasst.

Aisling hat in Band 2 so einige Krisen zu meistern: Sie verliert ihren Job, sie muss aus ihrer Wohnung raus, sie zweifelt an ihrer Beziehung – kurzum: Ihr gesamtes Leben steht innerhalb kürzester Zeit Kopf und sie muss sich völlig neu orientieren.

Im Gegensatz zu Aisling habe ich mein Leben freiwillig komplett umgekrempelt und gekündigt, um mich selbstständig zu machen. Wie ich jetzt weiß, nicht der schlauste Zeitpunkt, aber damals ahnte ich noch nichts von der Pandemie. Nun ja.

Wenn mich Aisling jedoch eines gelehrt hat, dann, dass man ruhig und mit Plan noch jede Krise meistern kann. Falls auch ihr euch in einer befindet – sei es beruflich, beziehungstechnisch oder aufgrund der aktuellen Situation und sozialen Isolation –, dann hilft euch folgender Krisenplan à la Aisling vielleicht weiter.

Denn natürlich wäre Aisling nicht Aisling, wenn sie nicht auch inmitten der Krise organisiert vorgeht, um diese bestmöglich zu überstehen – und sie sich noch dazu zu Nutzen zu machen.

  • Mach dir einen Plan.

Hier ticken Aisling und ich komplett gleich, denn es gibt nichts Besseres, als alle Gedanken auf Papier zu sortieren und dann nach und nach die einzelnen Aufgaben abhaken zu können.

Ich merke gerade im Home Office, wie mich oft Gedanken aus der Arbeit herausreißen und kleinere To Dos im Haushalt oder andere Sorgen von der Arbeit abhalten können. Auch diese schreibe ich auf, um sie aus dem Kopf zu haben und mich ihnen später zuwenden zu können, wenn die Zeit dafür da ist.

  • Hab keine Angst, um Hilfe zu fragen, wenn du sie brauchst.

Aisling hat ein kleines Helfer-Syndrom. Sie liebt es, anderen zu helfen, nützlich zu sein und Dinge zu organisieren. Was sie im Laufe der Zeit jedoch lernt, ist, selbst auch Hilfe anzunehmen, wenn sie sie braucht. Denn wirklich erfolgreich ist, wer neben seiner eigenen Kompetenzen auch die der anderen sieht. Das kann finanzielle Unterstützung in Notsituationen sein, aber auch ganz einfach die Frage an den Nachbarn, ob er beim Streichen hilft.

Aisling ist im Verlauf ihrer Geschichte immer wieder auf Hilfe angewiesen. In meinen Augen hat sie das zu keinem Zeitpunkt zu einem schwachen Charakter gemacht – ganz im Gegenteil. Ich habe bewundert, wie gerne ihr Menschen helfen und wie sie ihnen im Gegenzug hilft. Und das ist eine Botschaft, die ich mir selbst noch mehr zu Herzen nehmen will.

  • Habt den Mut, auch einen Schritt zurückzugehen, wenn es langfristig einen Schritt nach vorn bedeutet.

Zugegeben, dieser Ratschlag klingt ein bisschen nach Meta-Ebene, aber wie der Untertitel des Buchs „Back to the Roots“ schon andeutet, geht es für Aisling wieder zurück zu ihren Wurzeln. In unserer Leistungsgesellschaft wird Scheitern oder ein Rückschritt immer als schlecht angesehen, dabei ist genau dieser Perspektivwechsel manchmal auch nötig, um etwas Neues zu wagen, das eine festgefahrene Routine gar nicht ermöglich hätte.

  • Hinter jeder schlechten Situation verbergen sich gute Chancen.

Mit diesem Tipp möchte ich die schlechten Situationen nicht klein reden, denn natürlich sind sie aus gutem Grund eine Krise. Aber unsere Einstellung ihnen gegenüber ist trotzdem nicht außer Acht zu lassen. Sei es, weil man Situationen wie die aktuelle Isolation als Chance sieht, neue Dinge zu lernen, mehr Bücher zu lesen oder – ganz im Gegenteil – übt, einfach mal nichts zu tun und das zu genießen.

Genauso versucht auch Aisling, aus ihrer neuen Lebenssituation das Beste zu machen und den Verlust ihres Jobs als kompletten Neustart zu nutzen.

  • Halte dir dein Ziel vor Augen.

Nichts, was du tust, ist umsonst. Wenn du dir ein Ziel gesetzt hast, dann führt dich alles einen Schritt näher daraufhin. Es kann wirklich helfen, sich ein Ziel zu visualisieren, es sich über den Schreibtisch zu pinnen oder als Sperrbildschirm auf dem Smartphone einzurichten. So wird man im Alltag und in schweren Zeiten stets daran erinnert, wofür sich die Arbeit, die Umstellungen und teilweise auch die Rückschläge lohnen.

  • Und wenn nichts mehr geht: Time for tea!

Bei so einem irischen Buch darf der irischste aller Tipps natürlich nicht fehlen: Keep calm and drink tea. Aisling macht das im wortwörtlichen Sinne regelmäßig und glaubt, ganz die Irin, daran, dass eine Tasse Tee noch jedes Problem löst. Ich mag den Spruch im übertragenen Sinne, denn die meisten Krisen sehen, wenn wir sie in fünf Jahren rückblickend betrachten, gar nicht mehr so schlimm und aussichtslos aus. Nehmen wir den verlorenen Job oder die aufgegebene Wohnung – Zukunfts-Aisling in fünf Jahren wird mit großer Wahrscheinlichkeit dennoch wieder ein Dach über dem Kopf haben, vielleicht sogar ein schöneres. Und mit ziemlicher Sicherheit wird sie auch wieder arbeiten gehen, vielleicht sogar glücklicher als in ihrem alten Job bei RentenPlus.

Das sind jetzt nur sechs aus etlichen Gedanken, die Aisling mir in ihrem zweiten Band mitgegeben hat. Fernab konkreter Ratschläge haben mich vor allem auch die Atmosphäre und Stimmung, der Zusammenhalt in Familie und Freundeskreis und die kleinen und große Erfolge geliebter Charaktere begeistert. Denn wenn das Buch eine Botschaft hat, dann, dass man zusammen stärker ist als alleine – und dass man zusammen jede noch so schwere Krise meistern kann.

Falls euch also gerade nach etwas Mut und Aufmunterung ist, kann ich euch „OMG, diese Aisling! – Back to the roots“ nur ans Herz legen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und bleibt gesund.

Slán go fóill,

Anabelle