JUNG, WILD, BOLD – AMSTERDAM

Ich glaube, es gibt einen Grund, wieso Amsterdam zu meinen Lieblingsstädten gehört und ich gleichzeitig das Programm von bold so sehr liebe. Auch wenn das eine eine Stadt und das andere ein Verlagsimprint ist, vermitteln beide genau das gleiche Gefühl: Sie treffen bei mir mitten ins Herz. Umso überraschter und glücklicher war ich, als ich in ›Blank Space‹ von Susanne Mischke plötzlich Hausboot las und mich kurz darauf in dieser atemberaubend tollen Stadt wiederfand, in der Protagonistin Carolin studiert. Anlass genug, um euch meine Top 6 Ziele in Amsterdam fernab des Touristentrubels zu verraten, die außerdem gut für den Studentengeldbeutel sind.

1) Die Dachterrasse auf dem NEMO

Das NEMO Science Museum ist so oder so einen Besuch wert. Auch wenn es da schon mal ganz schön voll werden kann. Auf die Dachterrasse, die sich über das gesamte Dach des schiffsähnlichen Museums erstreckt, kann man aber auch, ohne das Museum besuchen zu müssen. An einem sonnigen Tag lohnt sich das auch sehr, denn die Terrasse lädt zum Picknicken und Sonne tanken ein. Das Gute: Hier sind weniger Touristen zu finden und auch wenn es voll ist, ist man unter Einheimischen.

2) Spaziergänge durch den Jordaan

Der Jordaan ist ein ziemlich hippes Wohnviertel in Amsterdam und doch beinahe touristisch unentdeckt. Was man im Jordaan besonders gut kann: Spazieren gehen, essen und Antiquitäten stöbern. Man erlebt hier das typische Amsterdamer Leben, wunderschöne Grachtenhäuser und leckeres Essen. Jeden Samstag findet dort übrigens der Noordermarkt statt, ein Wochenmarkt, der Wert auf biologische Lebensmittel legt. 

3) Raus aus der Stadt und ab nach Zandvoort

Seid ihr lange genug in Amsterdam und möchtet einen halben bis ganzen Tag raus aus der Stadt, hat Amsterdam im Umkreis unglaublich viel zu bieten. Wer Nordseeluft schnuppern will, der ist mit dem Zug in nur 30 Minuten in Zandvoort an Zee, einem unglaublich schönen Küstenort mit kilometerlangem Sandstrand, der dazu einlädt zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen. Falls ihr zufällig auch noch Motorsportfans seid, solltet ihr außerdem einen Blick in den Rennplan des Circuit Park Zandvoort werfen. Vielleicht findet ja in eurem Reisezeitraum ein Rennen statt.

4) Geheime Orte

Amsterdam ist eine Stadt voller Geheimnisse und geheimer Orte. Zwei davon sind so wunderschön, dass sie zu meinen liebsten Orten in der ganzen Stadt gehören. Der »Begijnhof« ist ein versteckter Hof mitten im Amsterdamer Zentrum, den man durch eine Pforte erreichen kann. Über mehrere Stufen kommt man auf das mittelalterliche Bodenniveau der Stadt und findet sich schnell auf einem kleinen Platz mit vielen alten Häusern wieder. Das war früher ein Ort, der Frauen, die nicht heiraten wollten, ein Zuhause geboten hat. Hier findet sich auch eine Geheimkirche, was mich direkt zum nächsten Lieblingspatz in der Stadt führt. Auch »Ons‘ Lieve Heer op Solder« ist eine Geheimkirche, die ein Amsterdamer Geschäftsmann auf dem Dachboden seiner Grachtenvilla gebaut hat. Dieses Haus ist heute ein Museum, in dem man nicht nur die Kirche selbst besichtigen kann, sondern auch sieht, wie Kaufmannsfamilien im Goldenen Zeitalter gelebt haben.

5) Ein Platz für Bücherwürmer

Ich bin mir gar nicht sicher, wie geheim und unentdeckt dieser Ort ist, denn ich als Bücherwurm kenne ihn natürlich schon ewig. Die »Openbare Bibliotheek« liegt nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt und überzeugt allein schon durch ihre Architektur und die vielen Bücher (besonders die Kinderbuchabteilung im Untergeschoss finde ich wundervoll). Von der Dachterrasse aus hat man außerdem einen wundervollen Blick auf die Stadt.

6) Besichtige das Universitätsviertel

Ich selbst war erst einmal da, der Campus der Universität in Amsterdam im Universitätsviertel ist aber wunderschön. Die alten Gebäude haben wenig damit gemeinsam, was man sonst in Deutschland als Universitätsgebäude kennt, und man fühlt sich zwar sehr städtisch aber dennoch wie auf einem Campus in England. Jetzt, wo ich Blank Space gelesen habe, möchte ich Carolins Universität unbedingt einmal erkunden.

Solltet ihr neben diesen Plätzen unbedingt die populäreren Ziele Amsterdams abklappern wollen – ich kann es euch nicht verdenken, das van-Gogh-Museum, das Anne-Frank-Haus und viele andere Orte sind wunderschön – empfehle ich euch, die I Amsterdam City-Card genauer anzuschauen. Die könnt ihr vor eurer Reise bestellen oder direkt in Amsterdam (zum Beispiel am Hauptbahnhof) kaufen. Neben einer Fahrkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel ist eine Grachtenfahrt kostenlos mit dabei und ihr bekommt auf viele Eintrittspreise Rabatt oder sogar einen komplett freien Eintritt.

Wie Carolin auf einem Hausboot wohnen? Das ist gar nicht mal so unmöglich. Mir als Unterkunft in Amsterdam ein Hausboot zu mieten, steht auf jeden Fall noch auf meiner Bucket List. Ich finde ja sowohl klassische als auch moderne Hausboote sehr schön. Hier findet ihr eine Auswahl an Hausbooten, die es mir besonders angetan haben:

Ein Beitrag von Jule von www.missfoxyreads.de

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